Kreisjägerschaft Gütersloh e.V.

 

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Naturschutz
 
Ulrich Bultmann
Brennwiesenweg 74
33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel. 05242/550141 (privat)
Tel. 02581/6379-20 (dienstl.)
Handy 0170/2276904

E-Mail: u.bultmann@kjs-guetersloh.de

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Saatgutaktion 2017


Ausgabe von Saatgut für Biotopflächen und Wildäcker

Das von den Landwirten, Jägern und Imkern aus den Südkreis-Gemeinden bestellte Saatgut kann abgeholt werden am Freitag, den 28. April 2017
von 16 bis 18 Uhr und am Samstag, den 29. April 2017 von 10 bis 12 Uhr an der Ausgabestelle „Hubertusheim“ der Kreisjägerschaft GT,
Moorweg 81 in Rheda-Wiedenbrück. Für den Raum Harsewinkel erfolgt die Abgabe zu den gleichen Zeiten bei Hegeringleiter Rolf Bellmann, Tüllheide 4a
in Harsewinkel. Ebenso erfolgt dort die Ausgabe der zuvor über die Landwirtschaftskammer bestellten akustischen Wildretter.

Die gemeinsam vom Umweltamt des Kreises Gütersloh, den landwirtschaftlichen Organisationen und der Kreisjägerschaft getragenen Aktionen werden
wiederum abgewickelt vom Verein für Landschaftspflege und Landschaftsschutz, dem Umweltverein der Landwirte im Kreis Gütersloh. Seit 25 Jahren
werden auf diesem Wege jährlich ca. 300 - 400 Hektar Stilllegungs- und Biotopflächen vielfältig mit blühfreudigen Arten begrünt werden. Damit leisten
die Beteiligten einen wertvollen Beitrag zur Lebensraumverbesserung der Tier- und Insektenwelt und sorgen für ein attraktives Landschaftsbild.


Ausgabe von Saatgut für Biotopflächen und Wildäcker

Das von den Landwirten, Jägern und Imkern aus den Nordkreis-Gemeinden bestellte Saatgut kann abgeholt werden am Freitag, den 28. April 2017
von 16.00 bis 18.00 Uhr und am Samstag, den 29. April 2017 von 10.00 bis 12.00 Uhr. Ausgabestelle für Halle und Steinhagen ist bei Frank Meise,
Landhagen 12 in Steinhagen. Die Bestellungen für Werther, Borgholzhausen, Versmold sowie Harsewinkel sind abzuholen bei Rolf Bellmann, Tüllheide 4a
in Harsewinkel. Ebenso erfolgt dort die Ausgabe der zuvor über die Landwirtschaftskammer bestellten akustischen Wildretter.

Die gemeinsam vom Umweltamt des Kreises Gütersloh, den landwirtschaftlichen Organisationen und der Kreisjägerschaft getragenen Aktionen werden
wiederum abgewickelt vom Verein für Landschaftspflege und Landschaftsschutz, dem Umweltverein der Landwirte im Kreis Gütersloh. Seit 25 Jahren
werden auf diesem Wege jährlich ca. 300 - 400 Hektar Stilllegungs- und Biotopflächen vielfältig mit blühfreudigen Arten begrünt werden. Damit leisten
die Beteiligten einen wertvollen Beitrag zur Lebensraumverbesserung der Tier- und Insektenwelt und sorgen für ein attraktives Landschaftsbild.


 

Neu:      Anlage von Bejagungsschneisen (wieder) möglich!

Durch eine Änderung in den landwirtschaftlichen Flächenförderungs-Bestimmungen ist die Anlage von Bejagungs- und Blühschneisen in Mais- und
Getreideschlägen (wieder) möglich, ohne einen selbständigen Teilschlag (mindestens 1.000 m²) herausmessen und bilden zu müssen. Die Schneisen
zählen weiterhin zur Hauptkultur des Schlages und können randlich oder ein- bis mehrmals mittig auf der Fläche angelegt werden. Eine prozentuale
Festlegung gibt es hierfür nicht, jedoch dürfen die Bejagungsschneisen nur einen untergeordneten Anteil des Schlages einnehmen. Die Einsaat mit Gras,
Klee oder Blühmischung (s. o.) ist möglich, ebenso ist auch Selbstbegrünung zulässig. Einsaatzeitpunkt zeitgleich mit Hauptfrucht oder auch nachträglich.
Die mit Bejagungs- und Blühschneise versehenen Flächen müssen der Landwirtschaftskammer mittels eines Formblattes mitgeteilt werden.

 
Zum Formblatt bitte "hier klicken".

 

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Bericht 2016 des Obmanns für Naturschutz

Die traditionelle Frühjahrs–Saatgutaktion wird auch in 2017 angeboten. Wiederum bezuschussen die Kreisjägerschaft GT e.V. als auch die Untere
Naturschutzbehörde GT die Aktion und ermöglichen dadurch ein günstiges Ausgabeentgelt.

Abgabepreise:

 

  •         Blühmischung 10 kg-Gebinde = 1 ha
       10,00 Euro
       (Für Blühstreifen, Brachen, Wildäcker, Feldrand- und Bejagungsschneisen)
     

  •    Zusatz-/Ergänzungspack (1 kg) für mehr Vielfalt und Lebensdauer der Wildackerfläche
       10,00 Euro
       (wie oben außer auf angemeldeten Blühstreifen 5-jährige Vertragsflächen)
     

  •    Akustischer Wildretter (Restbestand aus Vorjahr)
       25,00 Euro


     

Ausgabe ab Freitagnachmittag 28.04.2017 an den bekannten Ausgabestellen.
(siehe Zeitungshinweise und Internetseite der KJS Gütersloh, "Naturschutz)

 

Achtung:               Neue Ausgabestelle in Steinhagen!
                              Frank Meise (statt bisher Jochen Pauk)
                              Landhagen 12, 33802 Steinhagen

 

 

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Varianten und Zusammenfassung der ab 2015 gültigen Greening-Regeln für die Landwirtschaft bei der Anlage von Wildäckern und Biotopflächen  

I.       Anlage auf GAP-Antragsflächen in der Landwirtschaft

1)     Freiwillig aus der Erzeugung genommenes Ackerland = Stilllegung (Code-Nr. 591)

     Einsaat bis 01.04.
         wenn danach: spätestens bis 15.05., wenn zuvor Sonderantrag auf Verschiebung bei LK gestellt und von ULB genehmigt wurde
         beachten: Pflegevorschriften gelten sowohl für ÖVF als auch Nicht-ÖVF
         keine Düngung, kein Pflanzenschutz, keine Nutzung
         Möglichkeiten: aktive Begrünung (auch Selbstbegrünung); Sommer-Nachbegrünung mit Wildackereinsaat ab 01.07. ebenfalls
            zulässig, keine Einschränkung/Vorgaben in der Saatgutmischungszusammensetzung  

2)     Streifen auf Ackerland, nur als ÖVF

-          Waldrandstreifen, Code-Nr. 54
max. 1 bis10 m breit. Achtung: direkter Anschluss an Wald notwendig ohne zwischenliegenden trennenden Weg; Nutzung des Aufwuchses möglich!

-          Pufferstreifen entlang von Gewässern, Code-Nr. 56
max.1 bis 20 m breit und in Anpassung an Gewässerlauf zur Schaffung einer “geraden Furche“ Breite variabel, Ufervegetation ist mit einzubeziehen,
wenn in Verfügungsgewalt des Antragstellers Nutzung des Aufwuchses möglich!

-          Feldrandstreifen
1 bis max. 20 m breit
Nutzung des Aufwuchses nicht möglich! 

     Für alle Streifen gilt:

                       Einsaat bis 01.04.
             
         wenn danach: spätestens bis 15.05., wenn zuvor Sonderantrag auf
                          Verschiebung bei LK gestellt und von ULB genehmigt.
             
         Möglichkeiten: aktive Begrünung, Selbstbegrünung, (Schwarzbrache auch Sommer- Nachbegrünung ab 01.07. möglich,
                          keine Vorgaben in der Saatgutzusammensetzung, jedoch lohnt nennenswerte Kulturartenanteile wie Getreide, Mais, Raps, Rüben 

3)     Wildacker auf landw. Fläche (Ackerland)

     mind. 1000 m2  Flächengröße, Code-Nr. 910
     keine Vorgaben für Saatgutzusammensetzung
     keine Vorgaben für Aussaatzeitpunkt und Pflegemaßnahmen (Mulchen, Nachsaat usw.)
     bedarfsgerechte Düngung und ggfs. Pflanzenschutz erlaubt
     Ackerstatus bleibt erhalten!
     kann aber nicht als ÖVF zur Erfüllung der Greening-Verpflichtung angegeben werden 

4)     Mischkulturen Saatgutmischung Code-Nr. 50

         gilt nur für Anbau von Sondermischungen, z. B. für  Energie aus Wildpflanzen
     Düngung, Pflanzenschutz und Nutzung möglich
     keine Vorgaben Aussaatzeitpunkt und Saatgutzusammensetzung
     Ackerstatus bleibt erhalten
     Anwendung für Wildäcker und Biotopflächen eher fraglich, da Nutzung im Vordergrund stehend 

II.         Agrarumweltmaßnahmen NRW (Vertragsnaturschutz 5-jährige Vertragslaufzeit nach vorherigem Grundantrag)

1)     Uferrandstreifenprogramm;5-jährige Laufzeit, Breite: 3 bis 30 m, variabel entlang des Gewässerlaufs

      – Nutzung erlaubt Einsaat nur mit Gräserarten und ohne Klee,
      -  keine Düngung - deshalb: Wildackermischung hier nicht zugelassen!           
      –  kein PSM, keine Düngung, kein Pflanzenschutz, aber Nutzung erlaubt 

2)     Blühstreifen/Blühflächen

fünfjährige Vertragslaufzeit, und 0,5 ha Gesamtantragsfläche als Bagatellgrenze
Blühstreifen:  max. 20 % eines Schlages, 6 – 12 m breit Blühflächen:  max. 0,25 ha  je anliegenden Schlag
Konditionen bisher:        950 Euro/ha             zukünftig: 1200 Euro/ha
neue Grundanträge sind bis 30.06.2015 zu stellen

     wichtig: Vorgaben in der Saatgutzusammensetzung beachten
           bisher: stark Gräser-betont, wenig Vielfalt
            zukünftig: vielfältigere Gestaltung möglich
            („Gütersloher Mischung“ entspricht den Vorgaben!)

         Einsaatzeitpunkt: lt. Programmvorgaben erst nach (neuem) Grundantrag, d. h.  im Sommer oder nächstem Frühjahr
     Pflegeeinsaaten 'zwischendurch' auch im jetzigen Frühjahr noch möglich,
       aber mit bisheriger Gräsermischung

     noch unklar: Pflegeeinsaat nach 01.04., wenn gleichzeitig als ÖVF angegeben
     keine Düngung, kein Pflanzenschutz
     Nutzung nicht erlaubt! 

III.         Zwischenfruchtanbau als Nachweis/Verpflichtung ÖVF 

               bereits bei Antragstellung im Frühjahr anzugeben. Anerkennungsfaktor 0,3
              
         Düngung nur mit Wirtschaftsdünger erlaubt
              
         Einsaat mit mind. 2 Mischungsbestandteilen, davon erster max 60 % des Samenanteils (nicht des Saatgutgewichts);
                           keine Vorgaben zu den Mischungsarten, wenn aus Liste förderfähige ZF-Mischung)

                        Einsaat 15.07. bis 30.09.

                        Standzeit mind. bis 15.02. des Folgejahres

                        gemulchte Jagdschneisen werden im Zweifelsfalle von der Nachweisfläche abgezogen, deshalb beim Flächennachweis
                           für die ÖVF vorhalten! 

IV.      Anlage auf Flächen,  die -eher selten- nicht im GAP-Flächenprämienverfahren der Landwirtschaft eingebunden sind (z. B. Waldschneisen und –lichtungen, ehem.
Brachland, Deponien etc.) oder auch Flächen von „Nicht-Antragstellern“

                        Keine Einschränkungen und Vorgaben hinsichtlich Einsaatzusammensetzung und Einsaatzeitpunkt;
                   →
        Wenn in (Natur-)Schutz Gebieten gelegen, ggfs. die Schutzgebietsvorgaben und Brachlandschutz beachten, ebenfalls
                          Landesforstgesetz (Verbot der Waldumwandlung)

 

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Hinweis zu Saatgutaktionen im Frühjahr 201

Bitte folgendes beachten:

Sofern die Biotop- und Wildackerflächen im Rahmen der EU-Agrarförderung von den Flächenbewirtschaftern als “Ökologische Vorrangfläche“ (hier: Stilllegung, Puffer-
und Waldrandstreifen sowie Feldränder ohne Produktion) angemeldet werden, ist deren Einsaat zur aktiven Begrünung, z. B. durch die bisherigen traditionellen
Frühjahrssaatgut-aktionen einiger Kreisjägerschaften, nach den neuen Förderbestimmungen im Zeitraum vom 01.04. bis 31.07. nicht mehr zulässig.

Hiervon sind ausgenommen nur Flächen aus dem Blühstreifen-/Blühflächenprogramm im Rahmen der Landes-Agrarumweltmaßnahmen (5-jähriger Vertrag) sowie Flächen,
die außerhalb der Deklarierung “Ökologische Vorrangfläche“ freiwillig zur Verfügung gestellt werden. Nur diese können wie bisher nach dem 01.04. bis etwa Mitte Mai gezielt
begrünt werden. Es wird deshalb dringend geraten, dass die Revierinhaber ihre biotopverbessernden Maßnahmen mit dem jeweiligen Bewirtschafter abklären und abstimmen.

Trotz intensiver Bemühungen des LJV konnte hierzu eine Ausnahmegenehmigung von den neuen Agrarförderbestimmungen (Berücksichtigung des Arten- und Vogelschutzes)
nicht erreicht werden.

Folgerung:

Eine gezielte Begrünung geeigneter Ökologischer Vorrangflächen kann nach derzeitigem Stand entweder nur über frühzeitige Frühjahrseinsaat bis zum 31.03. oder im
vorausgehenden Herbst durch eine gezielte Herbstbegrünung erfolgen.
 

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Aktion “Akustische Wildretter“ 

Um den Mähtod von Wildtieren zu vermeiden oder zumindest zu mindern, bietet die Kreisjägerschaft Gütersloh zusammen mit den landwirtschaftlichen Organisationen und der
Umweltverwaltung des Kreises Gütersloh in diesem Frühjahr/Frühsommer in einer gemeinsamen Sonderaktion den kostengünstigen Erwerb von akustischen Wildrettern an.
Dabei erzeugen die in die Geräte vormontierten Minisirenen einen schrillen Pfeifton von 105 dB, wodurch Elterntiere mit ihren Jungen aus der Fläche flüchten.
Der Erfolg verbessert sich durch Mähen von innen nach außen oder von nur einer Seite.

Der Zuzahlungsbetrag wird 25 Euro je Gerät betragen. Ausgabe nur 1 Gerät je Anmelder/landw. Betrieb. Anmeldung bitte unter Angabe von Name, Adresse, Telefon bzw.
Mobil bei der Landwirtschaftskammer GT/MS/WAF bzw. bei der Geschäftsstelle des Vereins für Landschaftspflege und Landschaftsschutz in Warendorf.

Ansprechpartner:

Herr Bultmann/Frau Höing

Anmeldung:

per E-Mail:    
ingrid.hoeing@lwk.nrw.de

per Telefon:  02581/6379-21