Kreisjägerschaft Gütersloh e.V.

 

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Landesjägertag 2017 in Gütersloh

 

                            

                                                   

 

                               
 

                              

 

                    
 
         
                               
 

                               
 


Dankesworte des Vorsitzenden an alle Helferinnen und Helfer


Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

der gestrige Landesjägertag bei uns im Kreis Gütersloh hat nach meinen Informationen bzw. Rückmeldungen, die ich von vielen Vorsitzenden anderer
Kreisjägerschaften sowie vom Landesjagdverband NRW erhalten habe, einen hervorragenden Eindruck bei unseren Gästen hinterlassen.
Und dies nicht nur aufgrund der Aussagen von Herrn Laschet. Wir sind zwar nicht der Veranstalter (das war der LJV), doch werden die sehr guten
organisatorischen Rahmenbedingungen und die Idee bzw. die Gestaltung des Jägermarktes unserer Kreisjägerschaft zugesprochen. Das ist für uns ein
wirklich toller Erfolg. Die entgegengebrachte Wertschätzung zeigt, dass es sich sehr wohl lohnt, sich engagiert für etwas einzusetzen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Euch und allen anderen Helferinnen und Helfern recht herzlich für die, in welcher Weise auch immer, erbrachte
Unterstützung bedanken. Zudem bitte ich Euch, diesen Dank an alle beteiligten Helfer weiterzuleiten.

Für den Fall, dass es einige Helfer oder Mitglieder gibt, die mitgeholfen und noch keine Erinnerungsnadel erhalten haben, besteht die Möglichkeit, diese
bei mir über die Hegeringleiter oder Obleute anzufordern.

Ich bin mal gespannt, ob der Landesjägertag in Gütersloh, wie von unserem Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg bezeichnet, wirklich als “Der Landesjägertag
der Wende” in die Geschichte eingehen wird. Wenn es so kommt, würde es mich sehr freuen. 

Mit freundlichen Grüßen
und einem kräftigen Waidmannsheil

Ralf Reckmeyer




 

21. April 2017 im Saal Schlüter’s, Herzebrock-Clarholz 

Mitgliederversammlung im Zeichen der NRW-Landtagswahl 

Ein hochinteressanter Abend kündigte sich an. Neben den normalen Regularien einer Mitgliederversammlung versprach die Zusage der für den Kreis
Gütersloh aufgestellten Landtagskandidaten zur NRW-Wahl, an einer Diskussionsrunde zum Thema „Ökologisches Landesjagdgesetz – was hat es
uns gebracht und wie geht es weiter?“ teilzunehmen, zumindest mal die Erkenntnis, welchen Standpunkt die einzelnen Parteienkandidaten zu diesem
Thema vertreten. Doch bevor die Podiumsdiskussion startete, begrüßte der KJS-Vorsitzende Ralf Reckmeyer zunächst eine große Anzahl von
Ehrengästen und Mitgliedern, die den Saal Schlüter’s bis auf den letzten Stuhl im Saal füllten. Den Weg nach Clarholz hatten auch die KJS-Vorsitzenden
der Kreisjägerschaften Bielefeld Wilhelm Miele und Berthold Antpöhler (Paderborn) angetreten. Berthold Antpöhler auch in seiner Funktion als Vertreter
der OWL-Kreisjägerschaften im Präsidium des LJV NRW. Bevor Ralf Reckmeyer mit seinem Rückblick auf das vergangene Jahr startete, übergab er das
Mikrophon an Frau Dr. Disselkamp, die als stellvertretende Landrätin das Grußwort des Kreises an die Versammlung richtete. Sie bedankte sich für die
außerordentlich gute Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft und Landwirtschaft und lobte die Leistungen dieser beiden zur Erhaltung des natürlichen
Lebensraumes und Schaffung des Gleichgewichts in der Natur. Die Öffentlichkeit im Kreis sieht die Leistung der Jäger und Landwirte nicht nur als notwendig,
sondern überaus wichtig an. 

In seinem Jahresrückblick startete Ralf Reckmeyer mit dem Bericht zur Mitgliederentwicklung in der KJS. Von den aktuell 2.024 Mitgliedern sind ca. 14%
in der Altersgruppe 20-30 Jahre, 28% in der Altersgruppe 30-50 Jahre und 58% älter als 50 Jahre. „Ich kann Sie aber beruhigen“, so Ralf Reckmeyer an
die Versammlung. „Da in den letzten Jahren unser Mitgliederbestand immer konstant gewachsen ist, und hier insbesondere im Bereich der unter 30-Jährigen,
brauchen wir uns meiner Meinung nach keine Gedanken bzgl. einer Überalterung zu machen“.  

Es folgte der Punkt Ehrungen, und hier traf es u. a. auch den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter. Doch der Reihe nach.  

Die LJV-Verdienstnadel in Bronze erhielten Theodor Herbort (12 Jahre Schriftführer und stellv. Hegeringleiter im HR Rietberg),
Alfons Stammeier
(für 8-jährige Tätigkeit als Kreisjagdberater) und Laurenz Strotmann (12 Jahre stellv. Hegeringleiter im HR Harsewinkel). 

Das DJV-Verdienstabzeichen in Bronze verliehen bekamen Günter Jostschulte (24 Jahre Vorstandsarbeit im HR Versmold, davon 12 Jahre als
stellv. Hegeringleiter und die letzten 4 Jahre als Hegeringleiter) und Engelbert Paschedag (8 Jahre Hegeringleiter im HR Rheda-Herzebrock). 

Mit der LJV-Verdienstnadel in Silber wurden Ulrich Bultmann (12 Jahre Hegeringleiter im HR Reckenberg-Wiedenbrück und Obmann für Naturschutz
im HR sowie der zeitgleichen 15-jährigen Tätigkeit in diversen Funktionen der KJS Gütersloh als Beisitzer, Naturschutzobmann und stellv. Vorsitzender)
und Ralf Reckmeyer geehrt. Ralf Reckmeyer erhielt die Auszeichnung für seine mittlerweile 12-jährige Tätigkeit im Vorstand der Kreisjägerschaft,
davon 10 Jahre als Vorsitzender. 

Als weiterer „Silberling“ des Abends wurde Rainer Honerlage ausgezeichnet. Er erhielt für seine Verdienste um das Jagdliche Brauchtum die
Jagdhornbläser-Verdienstnadel in Silber.
Seit 1997 ist er Korpsleiter des Jagdhornbläserkorps des Hegering Rietberg. Mit seiner Person ist die
Entwicklung des Bläserkorps eng verbunden. Er ist nicht nur Obmann „Jagdliches Brauchtum“ im HR Rietberg, sondern seit 2009 ebenfalls in der KJS Gütersloh. 

Eine besondere Ehrung im Bereich des Jagdhundegebrauchswesen erhielt Jürgen Neitemeier. Für seine 20-jährige Tätigkeit als Obmann Hundewesen
im Hegering Rietberg und seine unterstützende Tätigkeit in den Jagdgebrauchshunde-Ausbildungskursen der Kreisjägerschaft wurde ihm die
Rüdemann-Plakette in Bronze
verliehen. 

Allen Ausgezeichneten „Glückwunsch“ und ein „herzliches Dankeschön“ für die hervorragende ehrenamtliche Arbeit in der Kreisjägerschaft Gütersloh!
 


                         

 

                     Auf dem Foto die Geehrten (v. l.): Ralf Reckmeyer, Ulrich Bultmann, Laurenz Strotmann, Theodor Herbort, Günter Jostschulte,
                     Alfons Stammeier, Jürgen Neitemeier, Engelbert Paschedag, Rainer Honerlage, rechts Stellv. Vorsitzender Heiner Rolf-Kiel.
 


Im Verlauf des weiteren Jahresrückblicks sprach Ralf Reckmeyer die erste Wolfssichtung im Kr. Gütersloh an. „Es wird sicherlich nicht der einzige Wolf
bleiben, den wir in NRW zu Gesicht bekommen“, so Reckmeyer zu diesem Thema. „Das laufende Kalenderjahr weist bereits 5 Wolfs-Sichtungen auf und
ich glaube, dass wir Jäger uns, wenn wir Artenvielfalt wollen, auch auf den Wolf einstellen müssen. Allerdings wird man sich in absehbarer Zeit die Frage
stellen müssen, wie viel Wolf eine Region vertragen kann, ohne andere Tierarten in ihrem Bestand zu gefährden. Er forderte die Anwesenden auf, bei
Wolfssichtungen Herrn Dieter Wortmann vom Regionalforstamt OWL als zuständigen Wolfsbeauftragten für den Kr. Gütersloh umgehend zu informieren. 

Weiteres Thema – die Vogelgrippe. Im Dez. 2016 wurde auf Paderborner Kreisgebiet der Vogelgrippenvirus H5N8 festgestellt. Mit Auswirkungen für die
HR Rietberg, Reckenberg-Wiedenbrück und Verl sowie, nach weiteren Befunden in 2017, auch für Teile der HR Gütersloh und Schloß Holte-Stukenbrock.
Sie wurden zu Sperrbezirken bzw. Beobachtungsgebieten erklärt. Aus Solidarität und Verbundenheit zur Landwirtschaft wurde in Abstimmung mit dem
Kreisveterinäramt, der Unteren Jagdbehörde und dem KJS-Vorstand die Empfehlung ausgesprochen, die Jagd in den Sperr- und Beobachtungsgebieten
ruhen zu lassen. Diese Empfehlung wurde von den Eigenjagdbesitzern und Revierpächtern im Kreis GT vorbildlich umgesetzt. Dafür bedankte sich Ralf
Reckmeyer nochmal
ausdrücklich. Verbunden mit dem Wunsch, beim „nächsten Mal“ eine bessere, kreisübergreifende und einheitliche Vorgehensweise
zwischen den Behörden und Kreisjägerschaften beider betroffener Kreise zu gewährleisten. 

Seine Jahresrückschau beendete er im Hinblick auf die anstehende Podiumsdiskussion mit einem Rückblick auf das Gesetzgebungsverfahren zur Einführung
des aktuellen „Ökologischen Jagdgesetzes“. „Ich habe damals gesagt, dass, wenn man dieses Gesetz aus Sicht eines Niederwildjägers, und das sind wir
hier im Kreis Gütersloh, in weiten Teilen Ostwestfalens und des Münsterlandes nun einmal, in einem Satz zusammenfassen möchte, kann dieser Satz nur
lauten: „Tod dem Niederwild, es leben die Prädatoren!“ 

Wenn ich heute, zwei vollständige Jagdperioden später, diesen Satz selbstkritisch hinterfrage, dann muss ich leider feststellen, dass ich mit der damaligen
Aussage leider recht behalten habe. Die Niederwildstrecken stagnieren bzw. gehen weiter zurück. Und hier insbesondere bei unseren Hauptniederwildarten
dem Fasan, dem Hasen, der Stockente und dem Kaninchen“.  

Er begründet den Rückgang dieser Wildarten auch mit der eingeschränkten Fallenjagd auf überwiegend nachtaktive Beutegreifer wie Füchse, Marder und
Waschbären. Alles ausgeprägte Kulturfolger, die deutlich zunehmen und damit einen noch stärkeren Beutedruck auf Bodenbrüter und Niederwildbesätze ausüben.
„Viele, speziell ältere und vor allem Fallenjagd erfahrene Jäger sind nicht mehr gewillt, die durch das neue ÖJG deutlich reglementierte Bejagung mit der Falle
auszuüben. Oder sie dürfen es nicht mehr, weil sie den Sinn und Zweck der Teilnahme an einem erforderlichen Fallenlehrgang, trotz ihrer jahrzehntelangen Erfahrung,
nicht begreifen“, so Reckmeyer. Und er setzte noch einen drauf durch den Zusatz: „Von der aus meiner Sicht unverständlichen Begrenzung bei der Bejagung
der Rabenvögel möchte ich gar nicht mehr reden!“ 

Kurz ging er auch noch auf die Volksinitiative des Landesjagdverbandes ein. Er lobte den Zusammenhalt der Jägerinnen und Jäger gegen die Einführung des
ÖJG auf den fünf Regionalversammlungen. Übertroffen wurde das alles durch die 15.000 Jägerinnen und Jäger bei ihrer Demonstration vor dem Landtag in
Düsseldorf. Mit der Volksinitiative habe die Jägerschaft in NRW einen weiteren Schritt getan, um friedlich für Korrekturen im ÖJG zu kämpfen. Leider ohne Erfolg. 

Wörtlich sagte er zu den anwesenden Politikern gewandt: „Hierüber bin ich schon sehr traurig und persönlich sehr enttäuscht.  

Die Reaktion unserer Landesregierung auf all diese friedlichen Bestrebungen eben nichts zu tun, ja sie sogar zu ignorieren, stimmt mich sehr nachdenklich.
Dieses Verhalten zeigt mir, dass es sich beim Ökologischen Landesjagdgesetz eben doch nur um ein ideologiegetriebenes Gesetz handelt, mit dem Klientelpolitik
betrieben wurde und weiterhin wird. 

Wobei mit diesem Verhalten aus meinem Blickwinkel betrachtet, leider die Betroffenen überhaupt keine Rolle spielen und kulturelle Aspekte des ländlichen
Raumes sowie regionale Besonderheiten schlichtweg ausgeblendet, ja sogar ignoriert werden. 

Was mich in diesem Zusammenhang mit der Jagdrechtsdiskussion immer wieder zum Nachdenken gebracht hat ist die Frage, wie und ob unsere Politiker,
und hier insbesondere die für unsere Region zuständigen Landtagsabgeordneten, die Interessen ihrer Wähler vor Ort überhaupt vertreten. Oder diese
Interessen irgendwelchen Fraktions- und Koalitionszwecken geopfert wurden und werden.“ 

Die politischen Gäste der Diskussionsrunde waren schon mal eingestimmt. 

Weiter ging’s in der Tagesordnung. Schatzmeister Marc Wortmann präsentierte den Jahresabschluss 2016 und die Etatplanung 2017. Kassenprüfer Günter
Jostschulte assistierte eine fehlerfreie und korrekte Kassenführung und empfahl der Versammlung die Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten
Vorstandes. Die Entlastung erfolgte einstimmig. Die Berufung alter bzw. neuer Obleute war nächster TOP. Rainer Honerlage bleibt Obmann Jagdliches
Brauchtum, Ulrich Bultmann für Naturschutz und Dieter Schönknecht für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Neuer Marderbeauftragter der Kreisjägerschaft
wird Rainer Prizibytzin, er übernimmt das Amt von Hans-Joachim Pauck, der für seine verdienstvolle Arbeit von Ulrich Bultmann mit einem Weinpräsent
verabschiedet wurde. 

Eine besondere Anerkennung wurde 4 Jägern zuteil, die für waidgerechtes Jagen aus den Händen von Vorstandsmitglied Wilhelm Spanner Ehrenmedaillen
überreicht bekamen. Den abnormsten Bock streckte Jochen Bittner, einen 6er Bock im Alter von 5 bis 6 Jahren im Revier Versmold-Bockhorst. Den
am schwersten anzusprechenden Bock
, einen 7-jährigen Recken erlegte Willi Bettenworth im Revier Gütersloh VIII. Und für zwei 6er Böcke,
älter als 4 Jahre
erhielten Engelbert Paschedag, Revier Herzebrock IV und Dirk Karius, Revier Kölkebeck jeweils Ehrenmedaillen für die von ihnen
gestreckten 5 bis 6 Jahre alten Böcke.

 


                       

  Hans-Joachim Pauck (li.)
bei der Verabschiedung durch Vorstandsmitglied Ulrich Bultmann.                         Die ausgezeichneten Bocktrophäen mit ihren Erlegern (v. l.): Heiner
                                                                                                                Rolf-Kiel empfängt die Auszeichnung für Jochen Bittner, Engelbert Paschedag,
                                                                                                                Willi Bettenworth, Dirk Karius, rechts Vorstandsmitglied Wilhelm Spanner.
 
 

Die Ergebnisse der Hegeschau, durchgeführt von Kreisjagdberater Alfons Stammeier, bestätigten die schon vorher von Ralf Reckmeyer genannten
Streckenzahlen-Rückgänge der Niederwildarten Hase (-35% zu 2014/15) , Fasan (-23% zu 2014/15), Stockente (-32% zu 2014/15) und Kaninchen
(-126% zu 2014/15). Deutlich ist auch die Steigerung bei den Prädatoren wie Waschbär und Marderhund sowie bei den Rabenvögeln wie Elster und
Rabenkrähe.
 


                     


 
Die Vertreter der Parteien während der Podiumsdiskussion zum Thema „Ökologisches Landesjagdgesetz“ 
                                  
    
  

    
Matthias Kruse hatte sich für zu lange Redebeiträge der Parteienvertreter
     vorbereitet, musste aber nur selten die gelbe Karte
zeigen.
 

Nach den vielen Zahlen und Berichten folgte nun die mit Spannung erwartete Podiumsdiskussion, moderiert und geleitet von RWJ-Chefredakteur Matthias
Kruse. Susanne Kohlmeyer (SPD) aus Gütersloh gab gleich zu Beginn der Diskussion zu, mit der Jagd bisher wenig konfrontiert gewesen zu sein. Sie könne
aber den Ärger der Jägerschaft über die Ignoranz der Politik verstehen. Es müsse aus ihrer Sicht wieder eine Debatte über demokratische Mechanismen
geführt werden. Sie persönlich wolle sich einmischen und die Region OWL und natürlich auch den ländlichen Raum in Düsseldorf vertreten und sehen, wo
es begründete Ansätze gibt, dass Ökologische Jagdgesetz zu überprüfen.  

André Kuper (CDU), Landtagsabgeordneter aus Rietberg verwies darauf, dass seine Partei schon immer auf der Seite der Jägerschaft gestanden habe.
Natürlich hat es eine Opposition immer leicht, Forderungen zu stellen. Für die nächste Legislaturperiode heißt es in Düsseldorf aber, die Kunst des
Machbaren zu praktizieren. Das bedeutet, Koalitionen zu bilden, die u. a. auch die Umsetzung der 84 Änderungsanträge zum ÖJG möglich macht, die sie
schon in der laufenden Legislaturperiode eingebracht hat.
Und wir werden dem ländlichen Raum die Geltung verschaffen, die sie verdient. 

Wibke Brems (Grüne) aus Gütersloh, die von Moderator Matthias Kruse aufgrund ihres Kommens ein respektvolles Lob erhielt, betonte: „Die Arbeit der
Jäger ist uns schon wichtig. Aber, wir haben die Jagd nicht verboten, sondern verändert.“ Nach erst 1½ Jahren der Einführung des ÖJG sei es ihrer
Meinung nach zu früh, schon ein Fazit zu ziehen. Von beiden Seiten (Politik und LJV NRW) seien die Emotionen zu hochgefahren worden. Geärgert und
persönlich berührt habe sie die Aussage des LJV das Jagdgesetz sei „vergewaltigt worden“. Die sinkenden Populationen, z. B. der Feldlerche und Kiebitze,
sei nicht allein dem ÖJG zuzuschreiben. Auswirkungen habe auch die intensive, stark industrialisierte Landwirtschaft, der hohe Einsatz von Insektiziden,
der immer weiter steigende Flächenverbrauch der Wirtschaft/Industrie und der Verkehrspolitik. Hier hakte Matthias Kruse ein: „Wenn eine Population nicht
mehr da ist, ist es zu spät, Frau Brems. Dann doch besser vorher eingreifen und gemachte Fehler einsehen und korrigieren – bevor alles den Bach
runter geht!“ 

Der Vertreter der FDP, Rainer Gellermann, sagte den Zuhörern, dass sein Vorsitzender Christian Lindner und NRW-Spitzenkandidat gerade dabei sei,
seinen Jagdschein zu machen. Das allein zeige doch, wie wichtig für seinen Chef das Thema Jagd und Jäger sei. „Er mache den Jagdschein, weil er sich
jagdliches Wissen aneignen wolle. Außerdem sei es besser, die Regierung wechselt, als das die Jäger das Land verlassen“, so Gellermann. 

Auf die Frage von Matthias Kruse an den Vertreter der Linken, Rainer Johanterwage, welchen Schwerpunkt seine Partei zum Thema Jagd habe antwortete
dieser: „Die Ansätze des ÖJG seien vernünftig. 2/3 der landwirtschaftlichen Betriebe seien abgewickelt, die Betonung bei der Jagd und dem ländlichen
Raum solle auf Naturschutz liegen, sonst sei die Jagd zum Scheitern verurteilt.“ 

Die AfD, vertreten durch Johannes Brinkrolf aus Rheda, habe ein fast identisches Positionspapier zum Thema Jagd wie die CDU. Die AfD stehe zur Jagd
und dem ländlichen Raum in der Zukunft. Was Koalitionen betrifft sieht Johannes Brinkrolf die AfD momentan als Partei der Fundamentalopposition. 

                                                

Die anschließende Fragerunde aus dem Publikum, hier Berthold Antpöhler, machte deutlich, dass nicht alle Fragen von den politischen Vertretern
beantwortet werden konnten.
 

Matthias Kruse und Ralf Reckmeyer bedankten sich bei den Podiumsteilnehmern, die sich am 14. Mai 2017 für ein Mandat in neuen NRW-Landtag bewerben.
Und zollten ihnen ihren Respekt, zu diesem sicherlich nicht einfachen Thema Position bezogen zu haben.  

Die Versammlung endete um 22.30 Uhr.

 

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Wegen Vogelgrippe sind die Taubentage im Sperr- und Beobachtungsgebiet im südöstlichen Kreisgebiet ausgesetzt

Die untere Jagdbehörde des Kreises Gütersloh bittet, für 3 Samstage im Januar und Februar in den lokalen Jagdrevieren verstärkt Ringeltauben zu bejagen. Wichtig ist dies, um Schäden an landwirtschaftlichen Flächen möglichst zu vermeiden. Dies gilt nicht für das wegen der Vogelgrippe eingerichtete Sperr- und Beobachtungsgebiet in Rietberg-Westerwiehe und Umgebung, das am 22.12.2016 eingerichtet wurde. Dort soll die Jagd mindestens bis Ende Januar ausgesetzt werden. Im übrigen Kreisgebiet, insbesondere dort, wo Tauben in Schwärmen auftreten, können und sollen diese bejagt werden. 

Dass die Jagd im Sperr- und Beobachtungsgebiet unterbleiben soll, beruht darauf – so Dr. Bernhard Beneke, Leiter der Veterinärbehörde des Kreises - , dass das Tierseuchenrecht in solchen Gebieten die Bejagung von Federvieh während der laufenden Beobachtungsphase untersagt, um eine Verbreitung der Krankheitserreger durch eventuell erkrankte und durch die Jagd beunruhigte Tiere zu vermeiden. 

Dr. Wolfgang Schwentker, Leiter der Unteren Jagdbehörde des Kreises, bittet daher darum, zumindest bis Ende des Monats in diesem Gebiet die Durchführung der Taubentage auszusetzen. Anfang Februar wird die Situation neu bewertet und anschließend weitere Informationen erfolgen. Dieses Vorgehen begrüßt auch Ulrich Bultmann als Geschäftsführer der hiesigen Landwirtschaftskammer. Nach Bultmann ist das Risiko von Fraßschäden durch Ringeltauben derzeit geringer einzuschätzen als eine Gefahr und die Folgen einer weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe. Im übrigen Kreisgebiet sei vorerst unter Einhaltung der üblichen Hygienebedingungen eine Taubenbejagung weiter möglich; allerdings sollten Geflügelhalter auf eine strikte Vermeidung von Virusverbreitungen achten und im eigenen Interesse am besten momentan auf die Federwildjagd verzichten. 

Ralf Reckmeyer, Vorsitzender der Kreisjägerschaft des Kreises Gütersloh, unterstützt diese differenzierte Vorgehensweise ausdrücklich und bittet um den verantwortungsvollen Umgang mit dieser sensiblen Thematik. Er empfiehlt, momentan in der Nähe von Geflügel haltenden Betrieben ganz auf eine Bejagung zu verzichten. 

Allgemein gilt nicht nur für Jäger, sondern auch für Spaziergänger in Feld und Flur im Hinblick auf die Vogelgrippe vorsichtig und umsichtig zu handeln: Wer einen toten Wasser- oder Greifvogel in der Natur findet, sollte ihn nicht berühren, sondern unter Angabe des Fundortes das örtliche Ordnungsamt informieren.

Untere Jagdbehörde, Kreis Gütersloh
Dr. Wolfgang Schwentker
 

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Pressemitteilung zum Katzen-Fallenbeifang des LJV NRW - Urteil des OVG Münster

Den Text lesen Sie bitte "hier !"
 

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Mitgliederversammlung am 15. April 2016 im Saal Schlüter’s, Herzebrock-Clarholz

Im wieder gut gefüllten Saal der Gaststätte Schlüter’s im OT Clarholz fand zum zweiten Mal die Mitgliederversammlung der KJS Gütersloh statt. Der Vorsitzende Ralf Reckmeyer begrüßte zu Beginn die Ehrengäste, unter ihnen auch Landrat Sven-Georg Adenauer, ohne den eine Mitgliederversammlung der Jäger/innen im Kreis nicht vorstellbar ist. Leider war kein Landtagsabgeordneter vertreten, aber darauf hatte Sven-Georg Adenauer eine passende Antwort: „Im nächsten Jahr sind wieder Landtagswahlen und Herr Reckmeyer, da können sie sicher sein, sind sie alle wieder da“. Über die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft im Kreis fand er ausdrücklich lobende Worte. Die Kooperation mit der Polizeibehörde bei der Bergung von Unfallwild klappt bestens. Die Jäger sind immer, auch nachts, stets und schnell erreichbar. An Nachwuchs mangelt es der Jägerschaft auch nicht, denn am Montag, dem 25.04.16 beginnen 29 Jäger/innen mit dem Start zur Prüfung des „Grünen Abiturs“. Die mündlichen Prüfungen finden in der 17. Woche im Kreishaus in Gütersloh statt. Seit Mai letzten Jahres ist das Ökologische Jagdgesetz bindend für die Jäger in NRW. Landrat Adenauer (CDU), der sich eine Landesregierung „ohne parteiliches Grün“ wünscht, bedankte sich bei den Ausbildern und wünschte den Prüflingen viel Erfolg. 

In seinen Jahresrückblick erinnerte Ralf Reckmeyer an die Schwerpunktthemen Jagdgesetznovellierung und die damit zusammenhängenden Regionalkonferenzen sowie die Großdemonstration vor dem Düsseldorfer Landtag. „Wenn man sich nun das Ergebnis des sogenannten „ökologischen Jagdgesetzes“ anschaut kann man feststellen, dass sich die „Parteipolitisch grünen Ideologien“ klar durchgesetzt haben. Und gerade die Interessen und Belange des ländlichen Raumes zum Großteil unberücksichtigt geblieben sind. Gerade für unsere klassischen Niederwildreviere gilt nach der Neufassung stärker als je zuvor die Aussage „Es leben die Prädatoren und Tod dem Niederwild“. Aber trotzdem bin ich der Meinung dass es richtig war, für unsere Sache, für unsere Passion, für unsere Leidenschaft zu kämpfen. Ich bin aber auch der Meinung, dass sich Teilergebnisse ebenfalls sehen lassen können. Z. B. die Nicht-Wiedereinführung der Jagdsteuer, die Arbeit bzw. Prüfung an der flugfähigen Ente und die Bejagung des Fuchses am Kunstbau in der festgelegten Gebietskulisse“, so der Vorsitzende. An alle KJS-Mitglieder richtete er den Aufruf, das Ideologiegetriebene Landesjagdgesetz so zu nehmen wie es ist. Mit seinen wenigen positiven Punkten wie auch mit allen negativen Aspekten. Und er forderte nachdrücklich noch Mal zur Teilnahme an der Volksinitiative auf. „Bei 65.000 LJV-Mitgliedern haben wir die große Chance, die erforderlichen Unterschriften von 66.500 zu erreichen, um das Landesjagdgesetz noch vor der nächsten Landtagswahl im Mai 2017 erneut in den Landtag zu bekommen.  

Nach so vielen landespolitischen Themen berichtete Reckmeyer über die Mitgliederentwicklung in der KJS. Seit dem 31.12.2009 bis zum 31.12.2015 hat sich die Zahl von 1.788 auf 2.007 Mitglieder erhöht. Das entspricht einem Nettozuwachs von 219 Mitgliedern. „Im Durchschnitt sind wir in den zurückliegenden sechs Jahren um 36 Mitglieder pro Jahr gewachsen. Wenn ich diese Entwicklung sehe, glaube ich, brauchen wir uns um unseren Nachwuchs keine Sorgen machen. 

Die Weichen in der Vorstandsebene sind ebenfalls Richtung Zukunft gestellt. Schatzmeister Marc Wortmann und sein Stellvertreter Siegfried Vospeter wurden für die nächste Amtsperiode bestätigt. Geschäftsführer Günter Becker, der wegen Erreichen der Altersgrenze in zwei Jahren nicht mehr kandidieren wird, hat mit Michael Zimmer einen adäquaten Nachfolger gefunden. Er übernimmt bis zur Amtsübernahme die Position als Stellv. Geschäftsführer. Außerdem wurden zwei neue Obleute berufen. Für den aus beruflichen Gründen nicht mehr amtierenden Obmann „Junge Jäger“ Bastian Schönknecht übernimmt Alexander Ahlke das Amt. Und für Hermann-Josef Eustermann, ein Urgestein der KJS-Vorstandsmannschaft, übernimmt Frank Flottmann die Aufgabe als Verantwortlicher für die Mitgliederverwaltung. Den weiteren Regularien einer solchen Versammlung folgen der Kassenbericht und die Etatplanung sowie Kassenprüfung und Entlastung des Kassierers und des Gesamtvorstands. Die Entlastung wurde durch die Versammlung einstimmig erteilt. Berichte der Obleute der einzelnen Abteilungen können auf der Homepage der KJS jederzeit eingesehen werden.

Höhepunkt einer Mitgliederversammlung sind Ehrungen für verdiente Jäger/innen. Für besondere Leistungen im Interesse der Jägerschaft wurden folgende Personen geehrt:

Die LJV-Verdienstnadel in Bronze erhielten:

  • Werner Eggersmann, HR Harsewinkel
  • Carsten Engelbrecht, HR Gütersloh
  • Martina Müller, HR Verl
  • Heinrich Piepenbrock, HR Verl
  • Hermann Rasch, HR Harsewinkel
  • Dieter Schönknecht, HR Herzebrock-Rheda
  • Gerd Tietmeyer, HR Harsewinkel

Das DJV-Verdienstabzeichen in Bronze verliehen bekam:

  • Ernst-Hartmut Haverland, HR Gütersloh

Die Jagdhornbläser-Verdienstnadel in Silber erhielten:

  • Monika Kobrink, HR Harsewinkel
  • Herbert Austermann, HR Harsewinkel

Die Ehrennadel des LJV NRW verliehen bekam:

  • Andreas Grube, HR Gütersloh

Die Hegeschau, präsentiert von Kreisjagdberater Alfons Stammeier, bestätigte die Befürchtungen der Eigenjagdbesitzer und Jagdpächter in der Kreisjägerschaft. Sie ergab einen großen Einbruch in den Niederwildstrecken beim Feldhasen (im Jagdjahr 2011/12 5.888 Stück auf Jagdjahr 2015/16 auf 2.438 Stück) und bei Fasanen (im Jagdjahr 2011/12 6.085 Stück auf Jagdjahr 2015/16 auf 1.972 Stück). Besorgnis erregende Zahlen angesichts des neuen ökologischen Jagdgesetzes und den massiven Einschränkungen bei der Bejagung von Beutegreifern wie wildernden Hauskatzen, Füchsen, Krähen und Neozoen.

Zum Abschluss der Hegeschau zitierte Stammeier aus einem Artikel des Landwirtschaftlichen Wochenblatt’s, Ausgabe 11/2016 mit der Überschrift „Der Fuchs wird zum Schuldigen“. Der Bericht behandelt Ergebnisse einer Fachtagung zum Thema „Prädationsmanagement im Wiesenvogelschutz“, die im Frühjahr in Kleve stattfand.

Den Kommentar zu diesem Artikel schrieb Fachredakteurin Britta Petercord, die 1995 ihren Studienabschluss der Agrarwissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen gemacht hat. (Zitat) Paradoxer Naturschutz. Eigentlich müssten in Vogelschutzgebieten paradiesische Verhältnisse herrschen. Denn dort fehlt der negative Einfluss der intensiven Landwirtschaft. Sie wird von Naturschützern häufig als Hauptursache für den Rückgang der Wiesenvogel genannt. Doch von Paradies kann keine Rede sein. Wie die Tagung in Kleve zeigte. Betreiben die Wiesenvögelschützer nur „Sterbehilfe“, wie es der niederländische Referent Jan Mulder anmerkte – und das mit ziemlich viel Geld. Das Life+ Projekt „Grünland für Wiesenvögel“ am Unteren Niederrhein (Laufzeit: 2012 bis 2021) hat immerhin ein Budget von gut 12 Mio. €, das Life+ Projekt „Wiesenvögel“ in Niedersachsen (2011 bis 2020) sogar 22 Mio. €. Und plötzlich wird der Fuchs zum Schuldigen, zum Bösewicht, der verfolgt werden darf – nein, sogar muss. Auch Mäusebussard oder Rohrweihe, selbst der Wanderfalke sammeln bei Wiesenvogelschützern wenig Pluspunkte. Kleine Feldgehölze werden – im Namen des Naturschutzes – abgeholzt, um den Prädatoren aus der Luft Horstbäume und Ansitzwarten zu nehmen. Mit der Novelle der Jagdgesetzes in NRW sind die Taggreifvögel nicht mehr dem Jagdrecht, sondern dem Naturschutz unterstellt – warum eigentlich? (Zitat Ende). Hier bewahrheitet sich wieder einmal mehr die Aussage von Ralf Reckmeyer zum ökologischen Jagdrecht in NRW und seinen Folgen - „Es leben die Prädatoren und Tod dem Niederwild“.

Abschließend referierte Dr. Daniel Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Game Conservancy Deutschland e.V. über das Thema: Neozoen – Entwicklung und ökologische Bedeutung jagdrechtlich relevanter Neubürger. Interessant war bei seinem Referat die Aussage „dass die Hauskatze zu den Neozoen gezählt werden muss, weil sie vor hunderten von Jahren aus Asien nach Europa als Haustier eingeführt wurde. Sie ist weltweit für den Verlust von geschätzt 50% der Vogelarten verantwortlich“, so Dr. Hoffmann.

Erstmalig führte die KJS eine Bewertung von Bocktrophäen durch, die besondere Anforderungsprofile erfüllten und die schon auf den Hegeringversammlungen im Frühjahr auffielen. Folgende Gehörne erhielten Auszeichnungen: „stärkstes 6er-Gehörn/4 Jahre und älter“, Erleger Fritz Köhne (Revierpächter Bernhard Funke, HR Herzebrock-Rheda), ebenfalls „stärkstes 6er Gehörn/4 Jahre und älter“, Erleger Udo Grumbach (HR Harsewinkel), „ältester bzw. schwerster anzusprechender Bock“, Erleger Thomas Scholz (HR Halle), „interessanteste Trophäe“, Erleger Rolf Fischer (HR Gütersloh).

 

                      
                         Ein gut gefüllter Saal im Schlüter’s bewies einmal mehr die               Nahmen stellvertretend die Auszeichnungen der Bocktrophäen entgegen:
                         Attraktivität der jährlichen Mitgliederversammlung der KJS                 Revierpächter Bernhard Funke für Erleger Fritz Köhne, HL Rolf Bellmann für Erleger Udo   
                         Gütersloh.                                                                                   Grumbach, HL Dr. Volker Janssen für Erleger Thomas Scholz und Rolf Fischer als Erleger.
                                                                                                                                                                                                                                                    
 

                       
                         Ehrungen bei der KJS Gütersloh. Sitzend v. l.: Herbert Austermann,     Dank und Anerkennung für Ihre Dienste in der Kreisjägerschaft: Bastian Schönknecht (l.)
                         Monika Kobrink, Martina Müller und Hermann Rasch.                         und Hermann-Josef Eustermann übergaben ihre Ämter an ihre Nachfolger.
                                                                                                                           Foto: Gontek
                         Stehend v. l.: Vorsitzender Ralf Reckmeyer,
                         stellvertretender Vorsitzender Heiner Rolf-Kiel, Andreas Grube,
                         Carsten Engelbrecht, Werner Eggersmann, Ernst-Hartmut Haverland,
                         Gerd Tietmeyer und stellvertretender Vorsitzender Ulrich Bultmann.
                         Auf dem Foto fehlen Heinrich Piepenbrock und Dieter Schönknecht.
                         Foto: Bitter

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Kreisjägerschaft trauert um Gerhard Sussiek 

Die Nachricht vom Tod des Brockhageners Gerhard Sussiek überraschte die Mitglieder des Vorstands der Kreisjägerschaft (KJS) Gütersloh und viele Freunde und Wegbegleiter des leidenschaftlichen Jägers und Jagdfunktionärs. Sahen sie „Gerd“, wie er von allen nur genannt wurde doch, nach langer überstandener Krankheit, auf dem Weg, wieder „der Alte“ zu werden. Am 10. Oktober 2015 verstarb der gelernte Landwirt Gerd Sussiek  durch einen tragischen Unfall auf seinem wunderschön gelegenen Hof in Brockhagen. Er  hinterlässt Ehefrau Erika, 3 erwachsene Kinder und 6 Enkelkinder.  

Gerd Sussiek war in allen Dingen die er anpackte ein leidenschaftlicher Kämpfer, der mit Mut, großer Hingabe und Durchsetzungswillen gesteckte Ziele erreichte. Prägnant seine Gradlinigkeit, Offenherzigkeit und sein schlagfertiger, oft auch hintergründiger Humor, der die Menschen, mit denen er zu tun hatte, schnell von sich und den zu erreichenden Lösungsansätzen überzeugte. Sein Talent zu führen, sich zu engagieren und für gemeinsame Ziele zu streiten brachte er schon 1988 als Vorstandsmitglied in die Jägerschaft Ravensberg-Halle ein. 1993 übernahm er das Amt des Vorsitzenden der Jägerschaft Ravensberg-Halle und wurde nach der Gründung der Kreisjägerschaft Gütersloh zum Beisitzer in deren Vorstand gewählt. Seine sachliche aber auch zielführende Art, Probleme anzugehen und zu lösen, führte dazu, dass ihm 1997 das Amt des Kreisjagdberaters übertragen wurde. Während dieser Zeit war Gerd Sussiek gleichzeitig Mitglied des Jägerprüfungsausschusses. Hier konnte er mit seiner ruhigen und ausgleichenden Art nicht allen Prüfungsaspiranten die Furcht vor dem Versagen nehmen, aber doch vielen helfen, ihre Nervosität zu mindern.  

Für seine großen Verdienste innerhalb der Kreisjägerschaft und den Erhalt von Jagd im Einklang mit der Natur verlieh ihm der Landesjagdverband (LJV) Nordrhein-Westfalen 1990 die Verdienstnadel in Bronze und 1994 das Verdienstabzeichen  des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in Bronze. Weitere Ehrungen waren 2004 die Verleihung der LJV-Verdienstnadel in Silber und mit der Verabschiedung aus dem Amt des Kreisjagdberaters 2010 die Verleihung des DJV-Verdienstabzeichens in Silber.  Aufgrund seiner immer sympathischen und gradlinigen Art war Gerd Sussiek über die Grenzen des Kreises Gütersloh hinaus geschätzt und anerkannt. Die Kreisjägerschaft Gütersloh verliert einen anerkannten Fachmann und guten Freund und trauert mit seiner Familie und den Angehörigen. Sie wird Gerd Sussiek immer ein ehrendes Andenken bewahren.

                       

 

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Allgemeinverfügung "Freigabe der Baujagd auf Füchse im Kunstbau"

Den Text lesen Sie bitte hier !

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Christian Mellwig - zweifacher Deutscher Meister im jagdlichen Schießen  -  mehr Text und Bilder siehe "hier"

 

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Mitgliederversammlung am 17. April 2015 bei Schlüter’s in Herzebrock-Clarholz 

Die vom Koalitionspartner der SPD, den GRÜNEN, angestrebte Novellierung des NRW-Jagdgesetzes war eines der wichtigsten Themen der Rede, die der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Gütersloh, Ralf Reckmeyer, an die ca. 200 Mitglieder und Gäste, der erstmals im Saal Schlüter’s in Clarholz stattgefundenen Mitgliederversammlung, richtete. Er formulierte deutlich seinen Unmut über die Pläne von Minister Remmel, ein durch und durch bewährtes Jagdgesetz aus ideologischen Gründen zu ändern.

Doch bevor er die 13 wichtigsten Punkte noch einmal im Detail durchging, hatte er in seiner Begrüßung neben den KJS-Mitgliedern natürlich auch die Ehrengäste willkommen geheißen. U. a. das Bundestagsmitglied Ralf Brinkhaus von der CDU, die Landtagsabgeordneten Hans Feuß von der SPD, Dr. Björn Kerbein von der FDP und Andre Kuper von der CDU. Ebenfalls die Vertreter der Stadt Gütersloh und der Gemeinde Herzebrock-Clarholz Frau Monika Paskarbis und Jürgen Lohmann, der als Gastgeber der Gemeinde auch ein Grußwort an die Anwesenden sprach. Reckmeyer übergab danach das Mikrophon an Landrat Sven-Georg Adenauer, nicht ohne sich vorab noch Mal ausdrücklich im Namen aller Jäger/innen im Kreis für die wirklich sehr gute und vor allem kooperative Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises recht herzlich zu bedanken. „Herr Adenauer, ihre Mitarbeiter machen einen guten Job“, so Reckmeyer wörtlich zum Landrat.

Adenauer bestätigte die Worte des KJS-Vorsitzenden und nannte einige Beispiele der guten Zusammenarbeit mit den Jägern im Kreis. So die funktionierende Jägerprüfung im letzten Jahr, die 24 Prüflingen den Jagdschein bescherte. Auf 170 km der Kreisstraßen seien die blauen Wildwarnreflektoren montiert, die schon jetzt einen 15%igen Rückgang bei den Wildunfällen erbrachte. Bei der elektronischen Revierverwaltung nehmen schon 42% der Reviere teil und die Neuerfassung des Revierkatasters sei auf einem guten Weg.

Und zum Thema der Wiedereinführung der Jagdsteuer im Rahmen der geplanten Jagdgesetznovellierung sagte er wörtlich: „ Bei allem, was sie leisten wäre ich doch bekloppt, wenn ich mich für die Wiedereinführung der Jagdsteuer stark machen würde“.


An den heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Hans Feuß gerichtet, bat er diesen, dem kleineren Koalitionspartner auf die Finger zu klopfen. Dieser versicherte den Versammlungsteilnehmern, „auf uns in Ostwestfalen-Lippe können sie sich verlassen. Wir führen die Gespräche, die im Hintergrund laufen, im Sinne der Kreisjägerschaften“. Allerdings erinnerte er auch an Zwänge, die politische Koalitionen oftmals mit sich bringen.
 

In der Betrachtung bzgl. der inhaltlichen Ausgestaltung des Referentenentwurfes sagte Ralf Reckmeyer, das die überwiegenden Ausführungen für die gesamte Jägerschaft „einem Schlag ins Gesicht gleichkommen würde!“ Er bedankte sich bei den Mitgliedern für die überwältigende Teilnahme an den Regionalkonferenzen aber auch der Demo vor dem Landtag in Düsseldorf am 18. März, an dem 15.000 Jäger und Jägerinnen aus NRW und anderen Bundesländern teilnahmen, um dem Remmel-Ministerium ihren Unmut über die Planungen zur Änderung des NRW-Jagdgesetzes kund zu tun. Er richtete noch Mal einen eindringlichen Appell an die anwesenden SPD-Landtagsmitglieder, „Lassen sie die Jagd und damit einen wesentlichen Bestandteil des Kulturgutes im ländlichen Raum, bei der Abstimmung zum Landesjagdgesetz im Mai, nicht im Regen stehen. Trotzen sie den ausschließlich von Ideologie getriebenen Sichtweisen der Grünen und setzen sie sich bitte bei ihrer Entscheidung damit auseinander, was die Mehrheit unserer Bevölkerung im ländlichen Raum, und damit ihre Wähler, tatsächlich will!“  

Es folgte der Abschlußbericht zum Bau des Hubertusheims. Sowie ein Rückblick auf die Einweihungsfeier am 7. September des letzten Jahres, für die er sich noch Mal ausdrücklich bei allen, die am Gelingen dieser Veranstaltung beteiligt waren, bedankte. Es folgten der Bericht über die Mitgliederentwicklung und ein Hinweis auf die Ehrung des 2000. Mitgliedes der KJS Gütersloh, Teresa Potthoff vom Hegering Rietberg. Die Berichte der Obleute Jagdliches Brauchtum, Jägerinnen, Jagdgebrauchshundewesen, Jagdliches Schießen, Junge Jäger, Jungjägerausbildung, Lernort Natur und Naturschutz schlossen sich an. 

Für besondere Leistungen im Interesse der Jägerschaft wurden folgende Personen geehrt:

Die LJV-Verdienstnadel in Bronze erhielten:

  • Diana Struck, HR Borgholzhausen

  • Bernd Bauer, HR Rietberg

  • Josef Broeker, HR Schloß Holte-Stukenbrock

  • Tassilo Marowsky, HR Versmold

 

Das DJV-Verdienstabzeichen in Bronze bekamen verliehen:

  • Birgit Kamphaus, HR Schloß Holte-Stukenbrock

  • Heinz Heckemeier, HR Rietberg

  • Harald Huchtmann, HR Werther

  • Manfred Maasmeier, HR Verl

  • Michael Zaturski, HR Gütersloh

 

Die Rüdemann-Plakette in Gold erhielt:

  • Karl-Walter Sielemann, HR Schloß Holte-Stukenbrock

Ernannt zur neuen Obfrau Jägerinnen wurde Sandra Sonntag. Sie übernimmt das Amt von Ursula Theilmeier-Aldehoff. Zum Obmann Lernort Natur wurde Olaf Brüning berufen; er löst Birgit Kamphaus ab, die das Amt nach 8 Jahren an ihren Nachfolger übergab. Bernd Bauer übergibt das Amt des Koordinators Hubertusheim an den Beisitzer im Vorstand Wilhelm Spanner und den Part der Koordination für Rollende Waldschule und Lernort Natur an Olaf Brüning.

Der Kassenbericht von Marc Wortmann und die Etatplanung für das neue Geschäftsjahr 2015 fielen positiv aus, so dass die Versammlung für die Kassenführung und Arbeit des Vorstands einstimmig Entlastung erteilte.

Die gute Vorstandsarbeit wurde bei den Vorstandswahlen bestätigt. Einstimmig, ohne Enthaltung und ohne Gegenstimme wurden Ralf Reckmeyer als KJS-Vorsitzender, Ulrich Bultmann als sein Stellvertreter und Hans-Joachim Pauck sowie Carsten Engelbrecht als Beisitzer im Vorstand wiedergewählt.

Es folgte der Streckenbericht für das Jagdjahr 2013/14, präsentiert vom Kreisjagdberater Alfons Stammeier. Er mahnte vor seinem Bericht noch Mal die fehlenden Streckenmeldungen an, die von allen Jagdpächtern im Kreis bis zum Stichtag 1. April eines jeden Jahres eingereicht sein müssen. Die fehlenden Zahlen verfälschen den jährlich auf der Mitgliederversammlung präsentierten Streckenbericht und geben somit nur einen Zirkawert. Er bat die Hegeringleiter, sich im nächsten Jahr rechtzeitig um diese Problematik zu kümmern.

Abschließend präsentierte Werner Kuhn, Landwirt im Netzwerk „Lebensraum Feldflur“ aus Würzburg Möglichkeiten zur Revierverbesserung durch Blühpflanzenmischungen. Sein Referat wurde ergänzt durch Ulrich Bultmann, Landwirtschaftsdirektor und im KJS-Vorstand verantwortlich für den Bereich Naturschutz. Eine rundum perfekte Mitgliederversammlung fand mit diesem Vortrag seinen gelungenen Abschluss.

 

                                 
    Die mit DJV-Bronze geehrten (u.v.l.): Manfred Masmeier, Harald Huchtmann,             Die höchste Auszeichnung im Bereich Jagdhundewesen, die Verleihung der
     Birgit Kamphaus und Heinz Heckemeier. Auf dem Bild fehlt Michael Zaturski.                 Rüdemann-Plakette in Gold erhielt Karl-Walter Sielemann (Zweiter v.l.).
        Oben Mitte: Ralf Reckmeyer (KJS-Vorsitzender), links Ulrich Bultmann,                          Mit LJV-Bronze wurden ausgezeichnet (v.l.) Josef Broeker, Diana Struck
         rechts Heiner Rolf-Kiel, die beiden Stellvertreter des KJS-Vorsitzenden.                                   und Bernd Bauer. Auf dem Bild fehlt Tassilo Marowsky.
 

                                 
    Verabschiedet und begrüßt wurden die alten und neuen Obleute Birgit Kamphaus      … und die neue Obfrau Jägerinnen Sandra Sonntag (li.) für Ursula Theilmeier-Aldehoff.
                und ihr Nachfolger Oliver Brüning für den Bereich Lernort Natur
 

                                 
                 Ein Dankeschön an Bernd Bauer (Mitte) für die geleistete Arbeit als                                    Referierte zum Thema „Revierverbesserung durch     
                                                 Koordinator Hubertusheim.                                       Blühpflanzenmischungen“. Werner Kuhn, Landwirt im „Netzwerk Lebensraum Feldflur“. 
 
                                                    
                           Erstmals im Saal „Schlüter’s“ veranstaltet fand die Mitgliederversammlung den passenden Rahmen für eine gelungene Veranstaltung.
 
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Kreisjägerschaft begrüßt 2000. Mitglied

Die Kreisjägerschaft Gütersloh e.V. gehört seit Anfang März zum illustren Kreis der 10 Kreisjägerschaften mit über 2.000 Mitgliedern innerhalb des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen e.V. Nun begrüßten der KJS-Vorsitzende Ralf Reckmeyer und Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier vom Hegering Rietberg Teresa Potthoff aus Mastholte als zweitausendstes Mitglied der KJS Gütersloh. Am neu erbauten Hubertusheim am Moorweg in Rheda erhielt Teresa Potthoff den Begrüßungsblumenstrauß und als kleines Jubiläumsgeschenk ein Buch des heimischen Naturmalers und Buchautoren Heinz Heckemeier, der ebenfalls Mitglied im Hegering Rietberg ist. 52 Kreisjägerschaften sind Mitglied im LJV NRW e.V., dem stärksten Landesjagdverband Deutschlands. Und nur 10 Kreisjägerschaften können auf eine Mitgliederzahl von über 2.000 Mitgliedern verweisen. Die erfolgreiche Arbeit des Vorstands der KJS Gütersloh und den zugehörenden 12 Hegeringen macht sich auch in der steigenden Mitgliedszahl bemerkbar, die seit dem Jahr 2009 um 12,6 % stieg. Obwohl viele Mitglieder befürchteten, dass nach der Umwandlung der Hegeringe zu selbstständigen, eingetragenen Vereinen (e.V.), die Mitgliederzahlen sinken würden. Ein weiterer Grund der Skepsis war die vielfach veröffentlichte Meinung, dass gerade die Bevölkerung in Ballungsgebieten und den Großstädten in NRW die Jagd kritisch sieht. Ohne dabei die Leistungen der Jäger/innen für den Tier-, Natur- und Artenschutz zu kennen, geschweige anzuerkennen. Eine aktuelle Umfrage von Emnid (März 2015) und die Ergebnisse sind aber genau das Gegenteil von dem, was NABU, BUND und die Grünen der Öffentlichkeit erzählen.

Eine überwiegende Mehrheit (86 %) möchte, dass Jäger in Notzeiten die Tiere füttern, glaubt nicht (73 %), dass Arten durch die Jagd ausgerottet werden und ist nicht der Meinung (83 %), dass Jäger aus reiner Freude Tiere töten.

Bemerkbar auch der starke Zuwachs bei den weiblichen Mitgliedern, d. h., den Jägerinnen. Bundesweit - aber auch in der KJS Gütersloh. Hier beträgt der Anteil der weiblichen Mitglieder fast 8 %, mit steigender Tendenz. Vielfach ist es die Liebe zum Tier und der Natur, die immer mehr auch junge Frauen veranlasst, den Jagdschein zu machen. Gründe sind u. a. das Wissen um die Zusammenhänge zwischen der Funktion Wald und Wild und die Notwendigkeit, in einer immer stärker werdenden Industrialisierung und nachfolgender Entfremdung der Menschen von den über Jahrhunderte gewachsenen natürlichen Zusammenhängen zwischen Mensch, Tier und Natur, den Fokus wieder auf das Wesentliche zu richten. Das Engagement in einer funktionierenden Organisation, in diesem Fall der KJS Gütersloh e.V., ist in den Augen der Mitglieder nur der konsequente Schritt hin zu einer Gemeinschaft mit dem einheitlichen Ziel, sich für die Interessen der Jagd und dem damit verbundenen, praktizierten Wildtier-, Arten- und Naturschutz einzusetzen.
 
                                          
                                        Das Bild zeigt Jubiläumsmitglied Teresa Potthoff mit dem KJS-Vorsitzenden Ralf Reckmeyer (l.)
                                       und Hegeringleiter Reinhard Hermelingmeier (r.) auf der Wildobstwiese am neuen Hubertusheim.


 

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Jäger fahren am 18. März 2015 zur Demo nach Düsseldorf 

In einer konzertierten Aktion des Landesjagdverbandes NRW und der angeschlossenen Kreisjägerschaften sind auch die Jägerinnen und Jäger der Kreisjägerschaft Gütersloh aufgefordert, an der am 18. März 2015 in der Landeshauptsstadt Düsseldorf stattfindenden Großkundgebung teilzunehmen. Ziel ist es, gegen Pläne des NRW-Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz zur Einführung eines ökologischen Jagdgesetzes zu protestieren. Aufgefordert sind neben den Mitgliedern der KJS Gütersloh auch alle Nutzer des ländlichen Raumes wie Land- und Forstwirte, Fischer, Fischereigenossenschaften, Grundeigentümer, Imker und andere Naturfreunde, an der Großkundgebung teilzunehmen und sich gegen Pläne von Minister Johannes Remmel zu wehren, der ein jahrzehntelang bewährtes, modernes und international anerkanntes Jagdgesetz zu Lasten des Tier- und Artenschutzes sowie Eigentumrechts ändern will.  

Die KJS Gütersloh bietet allen Mitgliedern und allen Nutzern des ländlichen Raumes einen kostenlosen Bustransfer zur Teilnahme an der Großkundgebung in der Landeshauptstadt an. Interessenten können sich sowohl beim Vorstand der KJS Gütersloh, als auch den Hegeringleitern innerhalb der Kreisjägerschaft zur kostenlosen Mitfahrt am 18. März nach Düsseldorf melden.

Anmeldungen und Informationen erhalten alle Interessierten unter der Telefonnummer der KJS-Geschäftsstelle 05247-2473 (Günter Becker) und auf der Homepage der Kreisjägerschaft www.kjs-guetersloh.de.
Hier können Kundgebungsteilnehmer auch die Kontaktdaten der jeweiligen Hegeringleiter zur Anmeldung am kostenlosen Bustransfer erfahren
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14. Dezember 2014, Hubertusheim, Rheda-Wiedenbrück

Baumspendenübergabe durch Jungjägerkurs 2012/13 und WBV Bezirksgruppe Gütersloh

Die Sonne hatte an diesem Sonntagmorgen sein schönstes Licht auf die neu angepflanzte Wildobstwiese am neuen Hubertusheim auf die Erde geschickt. Und dem Anlass angemessen waren Spender und Offizielle der KJS Gütersloh angetreten, die Übergabe von zwei der insgesamt 6 neu angepflanzten Wildobstbäumchen den Vertretern des KJS-Vorstandes, Obleuten und Jungjäger-Ausbildern zu feiern. 

Norbert Cordes, Sprecher des Jungjäger-Ausbildungskurses Jahrgang 2012/13, hatte mit seinen ehemaligen Mitschülern alle Vorbereitungen getroffen, den mit dem erfolgreich abgeschlossenem Ausbildungslehrgang zum Jungjäger im April 2013 an die Kreisjägerschaft Gütersloh gespendeten Baum des Jahres 2013, einen europäischen Wildapfel, zu übergeben. Ein Kennzeichnungsschild aus Edelstahl weist zukünftig den Besuchern des Hubertusheims, welche Apfelsorte auf der angepflanzten Wildobstwiese wächst und wer der edle Spender war. Eine tolle Idee, für die sich Ralf Reckmeyer, KJS-Vorsitzender auch im Namen des gesamten Ausbildungsteams um Jungjäger-Ausbildungsobmann Christian Mellwig ganz herzlich bedankte. „Es zeige die Naturverbundenheit des erfolgreichen Ausbildungslehrgangs und ihr Engagement, sich auch zukünftig für die Belange der Jagd und der damit verbundenen Verantwortung in der Gesellschaft und Kreisjägerschaft einzubringen“, so Ralf Reckmeyer. Und auch Ulrich Bultmann, stellvertretender KJS-Vorsitzender und im Vorstand verantwortlich für den Bereich Naturschutz, fand lobende Worte für die Aktion. „Es sei ein tolle Verzahnung zwischen der Aufgabe des Jägers „…zu hegen und zu pflegen, und, gerade in der heutigen,  schnelllebigen und hektischen Zeit, die Sinne auf die Natur zurück zu führen und zu versuchen, mit ihr im Einklang zu leben und verloren gegangene Räume wieder zu schaffen“, so Bultmann.

Den zweiten Baum auf der Wildobstwiese spendete Karl-Heinrich Hoyer, Vorsitzender des Waldbauernverbandes NRW, Bezirksgruppe Gütersloh (WBV Bezirksgr. GT). Die Aktion hatte er beim Ausscheiden aus dem Vorstandsamt als stellvertretender Vorsitzender der KJS Gütersloh im April des Jahres angekündigt, nun wurde die Übergabe vollzogen. „Der Baum ist ein äußeres Zeichen der Verbundenheit des WBV Bezirkgr. GT mit der KJS Gütersloh“, so Hoyer beim Treffen am Sonntagmorgen auf der neuen Wildobstwiese an die beiden Vorstandsmitglieder der Kreisjägerschaft Ralf Reckmeyer und Ulrich Bultmann. 

Den Abschluss feierten alle Teilnehmer mit einem zünftigen Grillfest und kalten Getränken, die der Jungjägerkurs 2012/13 organisiert und gespendet hatte. Alles in allem war es eine richtig gelungene Aktion. Allen Spendern noch mal ein herzliches Dankeschön!

 

                                                 

                Zeigt Baumart und Spender des ersten Baumes                                       Die Anwesenden des Jungjägerausbildungslehrgangs 2012/13 mit Sprecher Norbert

                           auf der neuen Wildobstwiese.                                                          Cordes (3.v.l.) und Ralf Reckmeyer (rechts) sowie Ulrich Bultmann (links).

 

                                 

     Karl-Heinrich Hoyer (Mitte) bei der offiziellen Übergabe der Baumspende          Passt sich perfekt in das Gesamtbild des neuen Hubertusheim-Areals ein: die Wildobstwiese

              des Waldbauernverbandes NRW, Bezirksgruppe Gütersloh.                                zwischen  Garage „Rollende Waldschule“ und dem Hauptgebäude.       

                


Spendenübergabe an die Notfallseelsorge des Kreises Gütersloh
 

Zu einem besonders angenehmen Termin trafen sich am Abend des 8. Dezember 2014 Vorstandsmitglieder der KJS Gütersloh, Organisatoren des ökumenischen Gottesdienstes, der anlässlich der Einweihungsfeier des neuen Hubertusheims gefeiert wurde und der Sprecher der Notfallseelsorge des Kreises Gütersloh, Pfarrer Marco Beuermann von der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück.  

Anlass war die Überreichung eines Spendenschecks in Höhe von EUR 1.000 an die Notfallseelsorge des Kreises Gütersloh, deren Summe durch die Kollekte anlässlich der Hubertusmesse im Rahmen der Einweihungsfeier am 7. September 2014 auf dem Gelände des neu erbauten Hubertusheims am Moorweg in Rheda-Wiedenbrück, zusammen gekommen waren. In Anwesenheit von Monika Zaturski, die gemeinsam mit Ehemann Michael vom HR Gütersloh und dem ehem. Hegeringleiter des Hegerings Harald Rethage, die Organisation der Messe übernommen und durchgeführt hatten, überreichten der KJS-Vorsitzende Ralf Reckmeyer und sein Stellvertreter Heiner Rolf-Kiel einen Spendenscheck an den Sprecher der Notfallseelsorge des Kreises Gütersloh, Pfarrer Marco Beuermann von der Ev. Versöhnungs-Kirchengemeinde der Stadt Rheda-Wiedenbrück.  

Die Notfallseelsorge (NFS) Gütersloh umfasst das Gebiet des Kommunalkreises Gütersloh, in der rund 35 Ehrenamtliche – darunter derzeit fünf Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kr. Gütersloh – tätig sind. Da die Arbeit der NFS ausschließlich ehrenamtlich und ohne öffentliche Zuschüsse erfolgt, ist die Akquise von Spende für die Ausrüstung und Schulung der Mitglieder jedes Jahr aufs Neue ein Thema. Die Unterstützung der Notfallseelsorge des Kreises Gütersloh war der KJS Gütersloh eine Herzensangelegenheit und die Auswahl auf diese Organisation fiel im KJS-Vorstandskreis einstimmig.

                         

                          Das Bild zeigt (v.l.): Ralf Reckmeyer (KJS-Vorsitzender), Monika Zaturski (HR Gütersloh),
               
Marco Beuermann (NFS) und Heiner Rolf-Kiel (Stellv. KJS-Vorsitzender) bei der Scheckübergabe im Hubertusheim.

 

Liebe Jägerinnen und Jäger!

Die öffentliche Debatte um das zukünftige Jagdrecht in NRW ist voll entbrannt und die Proteste aller "Naturnutzer" werden immer lauter. Mit dem geplanten ökologischen Jagdgesetz will Umweltminister Johannes Remmel unter anderem den Katalog der jagdbaren Arten massiv einschränken, die flächendeckende Bejagung aushebeln, Bau- und Fangjagd verbieten, die tierschutzgerechte Jagdhundeausbildung unmöglich machen, das Auswildern von Fasanen und Stockenten erheblich einschränken und den Abschuss verwilderter Katzen verbieten. Die Folgen für unsere Kulturlandschaft wären fatal. Darüber hinaus soll die Jagdausübung von der Vorlage eines jährlichen Schießnachweises und der Verwendung bleifreier Munition abhängig gemacht werden. Von der Wiedereinführung der Jagdsteuer ganz zu schweigen. Dieser Referentenentwurf enthält für uns Jäger eine Reihe völlig inakzeptabler Positionen und darf so nicht ins Gesetzesblatt kommen. Jetzt sind wir Jägerinnen und Jäger gefordert, uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese jagdlichen Verbote zu wehren.

Vor diesem Hintergrund ruft der Landesjagdverband NRW alle Hegeringmitglieder aus dem Regierungsbezirk Detmold herzlich zur Teilnahme

an der Regionalkonferenz am Dienstag, den
 18. November 2014 um 19.00 Uhr  in der Stadthalle, Willy-Brandt-Platz 1, 33602 Bielefeld  auf.
 

Um allen, die an dieser so wichtigen Regionalkonferenz teilnehmen möchten, die Möglichkeiten zu geben, die Versammlung live zu erleben, werden, zusätzlich zu den Plätzen in der Rudolf-Oetker-Halle, weitere Plätze geschaffen und Live-Stream-Übertragungen vorbereitet.

Eingeladen zu dieser Protestveranstaltung sind alle Betroffenen, also Jäger, Förster, Grundbesitzer, Landwirte, Waldbauern, Jagdgenossen und Eigenjagdbesitzer, Fischer und Inhaber des Fischereirechtes, ja auch Imker und alle Vertreter des ländlichen Raums, die an einer intakten und artenreichen Natur ernsthaftes Interesse haben.


Zu dieser letzten der fünf Regionalkonferenzen des LJV NRW hat sich im Übrigen der komplette Vorstand des Deutschen Jagdverband (DJV) mit Präsident Hartwig Fischer an der Spitze angemeldet. Die Anwesenheit des DJV-Präsidiums wird auch als moralische Unterstützung der Forderung des LJV NRW gesehen, diesen respektlosen Gesetzesentwurf zur Einführung eines ökologischen Jagdgesetzes niemals Gesetz werden zu lassen.

Bitte, nehmen Sie an dieser öffentlichkeitswirksamen Groß-Demonstration in Bielefeld teil und zeigen Sie der rot-grünen Landesregierung die "Rote Karte". Es geht um die Zukunft der Jagd in NRW und letztendlich auch in Deutschland.


Merke: Wer kämpft, kann verlieren. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren!

 

07. September 2014
Hubertusheim der Kreisjägerschaft Gütersloh glanzvoll eingeweiht


Ex-Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert und heutiger Ehrenpräsident der NRW-Stiftung fand während seiner Rede zur offiziellen Einweihungsfeier des neuen Hubertusheims die genau richtigen Worte: „Hinter diesem Haus steht ein überzeugendes Konzept! Die Bereitschaft, die Natur zu schützen, müsse deren Nutzen für den Menschen einschließen. Hierzu leiste die Jagd ihren Beitrag zur Erhaltung der Natur.“ Und mit einem Fingerzeig auf die Novellierung des NRW-Jagdgesetzes warnte er: „Wer einen Teil der Jagd abschafft, macht diesen unwiederbringlich.“

Den Grußworten der Ehrengäste, wie dem Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück Theo Mettenborg, dem Landrat des Kreises Gütersloh Sven-Georg Adenauer und eben Jochen Borchert, war im vollbesetzten Festzelt ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Diakon der katholischen St. Clemens Kirche Rheda Herbert Zünkler und dem evangelischen Gymnasialpfarrer Michael Fürste aus Gütersloh-Isselhorst vorausgegangen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von den Jagdhornbläserkorps Hubertus Wiedenbrück, Bunte Strecke 78 aus Gütersloh und dem Jagdhornbläserkorps des Hegerings Rietberg unter der Leitung von Wilhelm Spanner. Die Liturgie gestalteten die Jagdhornbläser der Furlbachtaler Jäger und des Hegerings Schloß Holte-Stukenbrock. Während des Gottesdienstes segnete Diakon Zünkler in Begleitung des Vorsitzenden der KJS Gütersloh Ralf Reckmeyer das neue Hubertusheim.

Zu Beginn seiner Begrüßungs- und Festrede gab Ralf Reckmeyer einen historischen Rückblick zur Entstehungsgeschichte des Hauses. Schon die Gründungsväter des ersten Hubertusheims hätten bei der Grundsteinlegung 1957 in einer Urkunde weitsichtig das Ziel der Schaffung einer Begegnungsstätte für die Jäger formuliert. Der Inhalt lautete: „Dieses Heim soll der Heranbildung junger Jäger im Interesse des Naturschutzes und des jagdlichen Brauchtums dienen, um dadurch unsere gefährdete Landschaft und darin das Wild zu erhalten.“ Und zu den Festtagsbesuchern führte er weiter aus: „Ob man sich damals der Reichweite dieser Worte bewusst war, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber eins ist für mich klar. Gerade in unserer heutigen Zeit bei den aktuellen Diskussionen um ein neues Landesjagdgesetz und den anhaltenden Veränderungen in unserer Landschaft zeigt mir, mit wie viel Weitsicht unsere Vorgänger vor fast 60 Jahren agiert haben.“ Er bedankte sich bei allen, die an der Realisierung dieses Projektes mitgewirkt haben und drückte noch mal ausdrücklich seinen Respekt und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.

Rund um das Festzelt und dem neuen Hubertusheim hatten viele naturnahe Organisationen Informationsstände aufgebaut, an denen während des gesamten Tages reger Betrieb herrschte. Im Einzelnen präsentierten sich die Biologische Station Gütersloh-Bielefeld, der Kreisimkerverein, die Kreisfischereibehörde, die Falkner im Kreis Gütersloh, der Landesbetrieb Wald und Holz, der Nabu-Kreisverband Gütersloh, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die Landwirtschaft und der Waldbauernverband NRW-Bezirksgruppe Gütersloh.

Die Abteilung Lernort Natur der KJS Gütersloh mit Obfrau Birgit Kamphaus hatte sich zum 25-jährigen Bestehen der Abteilung im letzten Jahr etwas Besonderes einfallen lassen. Auf der Empore des neuen Hubertusheims hatte Birgit Kamphaus mit viel Gespür zum Detail gemeinsam mit ihren LN-Beauftragten Tierpräparate der heimischen Fauna in echt wirkender Naturgestaltung aufgebaut. Ein wahres Naturerlebnis für die Besucher. Die liebevoll gestalteten Dioramen sind auch zukünftig der visuelle Mittelpunkt des Bereichs Lernort Natur im neuen Haus. Im Lehrrevier der KJS Gütersloh direkt am Hubertusheim konnten die kleinen Gäste und Besucher die „Kleine Jägerprüfung“ ablegen. Für die bestandene Prüfung erhielten alle Teilnehmer eine Prüfungsurkunde.

Höhepunkt des Nachmittages war die Begrüßungsrede des LJV-Präsidenten Ralph Müller-Schallenberg, der anschließend Ehrenurkunden für außergewöhnliche Leistungen rund um die Planung, Organisation und Realisierung des neuen Hubertusheims verlieh. Geehrt wurden die Vorstandsmitglieder Ralf Reckmeyer, Ulrich Bultmann (Stellv. KJS-Vorsitzender) und Wilhelm Spanner (Beirat). Vor der Begrüßungsrede hatte der aktuelle Landesmeister 2014 im Es-Horn-Blasen, die Jagdhornbläser des Hegerings Harsewinkel unter der Leitung und Moderation vom LJV-Landesobmann für das Jagdliche Brauchtum, Josef Füchtenkord aus Harsewinkel, den zahlreichen Gästen und Besuchern einen Beweis ihres außerordentlichen musikalischen Könnens geliefert. Den symbolischen Schlüssel übergab Architekt Andreas Grube an den Vorsitzenden Ralf Reckmeyer. Den krönenden Abschluss der Veranstaltung setzte der Obmann für das Prüfungswesen im Jagdgebrauchshundverband e.V. Josef Westermann aus Herzebrock-Clarholz, der gleichzeitig auch Obmann für das Jagdgebrauchshundewesen in der KJS Gütersloh ist. Er präsentierte in einer bemerkenswerten Vorstellung die deutschen Jagdgebrauchshunderassen und zeigte einer staunenden Besuchermenge den hohen Standard der Jagdhundeausbildung in der Kreisjägerschaft Gütersloh.

Rundum eine gelungene Veranstaltung, die allen Verantwortlichen ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Die Resonanz der Einweihungsfeier an diesem Tag von ca. 2.000 großen und kleinen Gästen und Besuchern war ein deutliches Zeichen für die geleistete Arbeit aller an dieser Veranstaltung Beteiligten. Dafür noch mal ein ganz herzliches DANKESCHÖN!

     
 

                         
  

                
 

             

 

Einweihung des „Hubertusheims“ mit dem Tag der offenen Tür am Sonntag, den 7. September 2014 

11.00 Uhr   Ökumenischer Wortgottesdienst mit Haussegnung und musikalischer Begleitung durch Jagdhornbläserkorps der KJS Gütersloh 

12.00 Uhr   Grußworte durch den                    

       - Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Gütersloh e.V. Ralf Reckmeyer

       - Bürgermeister der Stadt Rheda-Wiedenbrück Theo Mettenborg

       - Landrat des Kreises Gütersloh Sven-Georg Adenauer

       - Ehrenpräsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Jochen Borchert 

15.00 Uhr    Jagdhornbläserkorps des Hegering Harsewinkel, Es-Horn-Gruppe 

         anschl. Grußwort durch den

        Präsidenten des Landesjagdverbandes NRW Ralph Müller-Schallenberg

        und

        Schlüsselübergabe durch den Architekten Andreas Grube 

16.00 Uhr    Vorführung von Jagdhunderassen 

17.00 Uhr    Massenblasen aller anwesenden Jagdhornbläser der KJS Gütersloh 

Während des gesamten Tages finden Aktivitäten bei den Informationsständen der Landwirtschaft, des Landesbetriebs Wald und Holz sowie des Waldbauernverbandes NRW Bezirksgruppe Gütersloh, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld, der Falkner, der Imker, des Fischereiwesens und des Nabu- Kreisverbandes Gütersloh statt.  

Für die Kinder unserer Besucher und Gäste bietet der Bereich Lernort Natur der KJS Gütersloh den ganzen Tag Aktivitäten wie z. B. die „Kleine Jägerprüfung“ mit Exkursionen in das umliegende Lehrrevier, die Rollende Waldschule und das Spielen in der Strohballenburg. Mit  Mitgliedern des Hegering Herzebrock-Rheda werden Nistkästen gebaut und ein Tierpräparator gibt Einblicke in seine Arbeit.  

Interessenten für den neuen Ausbildungslehrgang zur Jägerprüfung 2015 erhalten Informationen über Ausbildungsinhalte und den Starttermin des neuen Lehrgangs. 

Für das leibliche Wohl gibt es Spezialitäten vom Grill, kühle Getränke, Kaffee und ein großes Kuchenbüfett mit selbstgebackenem Kuchen der Landfrauen.  

Ort der Veranstaltung ist das: 

Hubertusheim der KJS Gütersloh e.V.

Moorweg 81, 33378 Rheda-Wiedenbrück (OT Nordrheda) 

 

Der Vorstand der Kreisjägerschaft Gütersloh freut sich auf viele Besucher und sagt 

Herzlich Willkommen !

 

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Positives Mitgliedervotum für Hubertusheim-Neubau! 


Hier die Daten des Spendenkontos für das Hubertusheim der Kreisjägerschaft Gütersloh e. V.:
 

                            Konto-Nr. 2030 400 101 bei der Volksbank Gütersloh e. V.

                            BLZ 478 601 25, Stichwort: Spende für Neubau Hubertusheim 

 

 
 


Projekt „Wildwarnreflektoren“ wird ausgeweitet!
 

Im Zuge der mit dem Kreis Gütersloh und der KJS Gütersloh initiierten Aktion

„Wildwarnreflektoren“ gab es auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 22.11.12 auch neue Informationen. 45 Reviere (von 57 Möglichen) haben die Chance genutzt sich am Pilotprojekt zu beteiligen und Wildwarnreflektoren an den Gefahrenstellen der durch Wildunfälle besonders gefährdeten Straßenabschnitte zu montieren. Die Aktion wurde vom Kreis Gütersloh und verschiedenen Versicherungsgesellschaften großzügig unterstützt. Schon jetzt ist abzusehen, dass die Aktion erfolgreich ist und deshalb hat sich der Kreis Gütersloh gemeinsam mit der KJS entschlossen, die Aktion auf alle Reviere im Kreis Gütersloh auszuweiten.  

Die Voraussetzungen zur Teilnahme sind: 

1.    Es gibt die Differenzierung zwischen Kreis-, Landes- und Bundesstraßen 

a)    Für Kreisstraßen erfolgt die Beantragung zur Anbringung der Reflektoren  über die KJS Gütersloh:

     Ansprechpartner Günter Becker, g.becker@kjs-guetersloh.de 

b)    Für Landes- und Bundesstraßen erfolgt die Beantragung zur Anbringung der Reflektoren über den Landesbetrieb Straßenbau NRW

 Ansprechpartnerin: Frau Beyer, elisabeth.beyer@strassen.nrw.de 

        c) Für beide Varianten ist die konkrete Angabe der Straßenkennung (nicht der Name sondern die Straßenkennung) mit der exakten 
              Abschnittsbezeichnung und Nennung der Kilometerangaben erforderlich. 
 

 

      2. Zwingende Abgabe der Dokumentationsbögen 

  3. Nutzung der elektronischen Streckenmeldung zwecks Mitteilung des genauen Unfallortes 

Eine Sammelbestellung von Wildwarnreflektoren kann über die KJS Gütersloh bis zum 30. März 2013 vorgenommen werden. Der Stückpreis wird zwischen 4 und 4,75 Euro je Reflektor (in Abhängigkeit von der Bestellmenge) betragen.

Die Auslieferung der Reflektoren findet im April/Mai 2013 statt. 

Weitere Informationen erhalten interessierte Revierinhaber und -pächter bei Ralf Reckmeyer, Tel. 05245/922997 u. 0151/12146084 oder bei Karl Heinrich Hoyer Tel.05428/786.
 

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Wildwarnreflektoren sollen hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Wild senken
 

Im Kreis Gütersloh soll den hohen Zahlen des in jedem Jahr durch Verkehrsunfälle zu Tode kommenden Wildes nun entgegengewirkt werden. Durch die Anbringung von so genannten Wildwarnreflektoren soll verhindert werden, dass Wild die Straße in dem Moment wechselt, wenn diese gerade befahren wird.

Unter der Beteiligung der KJS Gütersloh, der Unteren Jagdbehörde (UJ) des Kreises Gütersloh, den zuständigen Straßenbaulastträgern, der Kreispolizeibehörde, der Abteilung Straßenverkehr des Kreises Gütersloh und nicht zuletzt der zuständigen Jagdrevierinhaber wurde im Jagdbeirat des Kreises Gütersloh im Jahr 2011 die Idee eines Projektes zur Reduzierung und Vermeidung von Wildunfällen geboren. Ähnliche Versuche in anderen Kreisen in NRW und örtlich an der Casumer Straße in Versmold (K23) gaben Anlass zur Annahme, dass die Wildwarnreflektoren die gewünschte Wirkung auch andernorts erzielen.


Zunächst ermittelte die UJ unfallträchtige Strecken in den Städten und Gemeinden im Kreis Gütersloh. Grundlage waren die Unfallmeldungen mit Wildbeteiligung der Kreispolizeibehörde. Anschließend wurde die Gesamtlänge der betroffenen Streckenabschnitte von mehr als 70 Kilometern und die sich daraus ergebene Anzahl von Wildwarnreflektoren errechnet. Mit dieser Mengen- und Kostenkalkulation bemühte sich die KJS Gütersloh unter der Leitung ihres Vorsitzenden Ralf Reckmeyer um eine Kostenbeteiligung bei Versicherungsgesellschaften in der Region. Von diesen und von Seiten des Landrates des Kreises Gütersloh als Initiator des Projektes wurde eine Kostenübernahme von insgesamt 8.000 Euro zugesagt. 

Durch eine Vereinbarung zwischen der KJS Gütersloh und Landrat Sven-Georg Adenauer wurde geregelt, dass auf insgesamt 20 unfallträchtigen Straßenabschnitten im Kreis Gütersloh über einen Zeitraum von drei Jahren die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen mit Wildbeteiligung dokumentiert werden soll. Die Kreisjägerschaft stellt dabei sicher, dass die Reflektoren von den zuständigen Jagdrevierinhabern ordnungsgemäß und nur nach Absprache mit dem jeweiligen Straßenbaulastträger angebracht werden und in diesem Zeitraum die Unfallentwicklung mit Wild innerhalb und außerhalb der Versuchsstrecken gemeldet wird. Eine Arbeitsgruppe wertet in dieser Zeit das Unfallgeschehen aus und prüft auch, ob es zum Beispiel Verdrängungseffekte gibt. Betrachtet man die hohe Zahl des im Straßenverkehr zu Tode gekommenen Rehwildes im Jahr 2010/11 (925 Stück/ ca. 35%) bei einer Gesamtstrecke von 2.660 Stück, sind Maßnahmen für eine Verringerung der hohen Fallwildzahlen dringend gefordert. Bei sich positiv entwickelnden Tendenzen einer Verringerung der Wildunfälle im Kreis Gütersloh, sollen an weiteren Straßenabschnitten die blauen Reflektoren angebracht werden. 

Wer aufmerksam auf den Straßen im Kreis unterwegs ist, wird die Warnreflektoren an den Straßenbegrenzungspfosten bereits entdeckt haben. Ansprechpartner für interessierte Revierinhaber, die derzeit nicht vom Projekt erfasst sind, ist Ralf Reckmeyer. Bei ihm können Informationen zur Ausweitung der Streckenabschnitte bei Bedarf (hohe Unfallbelastung) eingeholt werden. Eine selbstständige, nicht koordinierte Anbringung von Reflektoren an öffentlichen Straßen ist nicht erwünscht und sogar verboten.
 


 

Das Bild zeigt Initiatoren und Sponsoren des Projektes (o.v.l.): Karl-Heinrich Hoyer (Stellv. Vors. KJS Gütersloh), Michael Kriener (LVM Rietberg), Cornelia Funke (Provinzial Herzebrock-Clarholz), Bernhard Westermann (AXA Rheda-Wiedenbrück), Manfred Schulze Grachtrup (LVM Münster), Marc Schlüter (R+V Gütersloh) sowie vorne Ralf Reckmeyer (Vors. KJS Gütersloh), Dr. Wolfgang Schwentker (Kr. Gütersloh/UJ). 

 


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Genehmigung zur selbständigen Entnahme von Trichinenproben beim Schwarzwild

Ab 2011 gilt auch für den Kreis Gütersloh: Wer Trichinenproben entnimmt, benötigt dazu einen schriftlichen Bescheid der Kreisveterinärbehörde.
Dieser kostet 25,00 EUR und ist beim Kreisveterinäramt unter Telefon 05241/851325 oder 26 oder 27 zu beantragen.

 

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Anschreiben des Landrates als Kreispolizeibehörde Gütersloh

Aufbewahrung von Waffen und Munition
hier: Vorlage eines schriftlichen Nachweises

Text klicken Sie " hier " und Formular " hier "



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Ein Stück Bürokratieabbau bei Treibjagden 

 



















 

Jäger dürfen künftig unbürokratisch die Warnhinweise bei Treibjagden ohne vorherige Genehmigung durch die Straßenverkehrsbehörden aufstellen. Unser Bild von der Vorstellung des Prototyps zeigt (v. l.) Landrat Sven-Georg Adenauer, Kreisjagdberater Alfons Stammeier, den stellvertretenden Vorsitzenden Karl-Heinrich Hoyer und den ehemaligen Kreisjagdberater Gerhard Sussiek. (Quelle: "Die Glocke")


Jäger stellen Warnschilder in Eigenregie auf
 

Kreis Gütersloh (gl). Wenn die Jäger im Kreis Gütersloh künftig die Autofahrer vor Treibjagden warnen wollen, haben sie es deutlich einfacher. Die entsprechenden Schilder stellen sie demnächst selbst auf und packen sie nach Ende der Jagd auch selbst wieder ein. Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) hat einem entsprechenden Antrag der Kreisjägerschaft zugestimmt und die Initiative als „ein kleines Stück Bürokratieabbau“ begrüßt

Bisher, so Kreisjagdberater Alfons Stammeier, musste jedes Mal bei einer der fünf Straßenverkehrsbehörden – Kreis Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Gütersloh, Rietberg oder Schloß Holte-Stukenbrock – ein Antrag gestellt und eine Genehmigung eingeholt werden. Mitunter mussten auch die Warnschilder vom Bauhof abgeholt und zurückgebracht werden. Jetzt gibt es kreisweit einheitliche Schilder, die die Jäger selbst anschaffen, aufstellen und nach der Jagd wieder einpacken. Landrat Adenauer: „Die Jäger sind verlässliche Partner, das wird funktionieren, da bin ich mir sicher.“ 

Im Jahr 2007 kam es zu 958 und im Jahr 2008 zu 1010 Wildunfällen im Kreis. Im ersten Halbjahr 2009 waren es bereits 454. Die Gefahr, dass einem Fahrer Wild vor das Auto springt, steigt erheblich, wenn die Jäger auf Treibjagd sind. „Wir treiben natürlich immer die Tiere von der Straße weg, aber es kann auch vorkommen, dass Wild zurückläuft“, erklärt Hans-Joachim Pack, Vorstandsmitglied bei der Kreisjägerschaft. Auch die Jagdhunde seien gefährdet, wenn sie, vollkommen fixiert auf das angeschossene Wild, diesem blind nachsetzten. 

Aber in erster Linie geht es den Jägern natürlich um die Verkehrssicherheit. Denn bei Wildunfällen kommen auch Autofahrer zu Schaden. Besonders gefährdet sind Motorradfahrer wegen der fehlenden Knautschzone. Daher auch der Appell von Karl-Heinrich Hoyer, stellvertretender Vorsitzender der Kreisjägerschaft: „Autofahrer müssen diese Warnschilder ernst nehmen. Leider ignorieren zum Beispiel viele die fest montierten Schilder, die vor erhöhtem Wildwechsel warnen.“

Der Prototyp des neuen Schilds – Zeichen 101 der Straßenverkehrsordnung (Gefahrstelle) mit Zusatzschild „Jagdbetrieb“ – ist auf einem besonders grell gestrichenen Holzgestell montiert. Vielleicht hilft das auch ein wenig, die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu wecken. Entdecken es Verkehrsteilnehmer, sollten sie langsamer fahren und besonders aufmerksam sein. Das Gleiche gilt übrigens auch für das Warnschild „Wildwechsel“.

Aktuell läuft auf Initiative des gemeinschaftlichen Jagdbezirks Versmold-Bockhorst an der Kreisstraße 23 (Casumer Straße) in Versmold ein Verkehrsversuch im Zusammenhang mit Wildunfällen. Die Abteilung Tiefbau des Kreises Gütersloh hat dort großflächige Wildwarnplakate aufgestellt. Von der Jägerschaft wurde der Streckenabschnitt zusätzlich mit Duftzäunen gesichert. Vor Versuchsbeginn zählte die Polizei im Jahr 2007 fünf Wildunfälle, die Jagdgemeinschaft meldete den Verlust von 14 Stück Rehwild. Im ersten Versuchsjahr 2008 wurden von der Polizei ebenfalls fünf Wildunfälle registriert. Von den Jagdpächtern wurden für den Zeitraum von April 2008 bis März 2009 neun tote Tiere gemeldet. 

Der Verkehrsversuch ist zunächst auf drei Jahre angelegt, so dass Ende 2010 ausgewertet werden kann, ob derartige Aktionen auch tatsächlich zur Reduzierung der Wildunfälle beitragen und sich daher zur Nachahmung an anderen Stellen anbieten.   

(Quelle: „Die Glocke“)

 

 

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